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Mittwoch, 28. Dezember 2011

Nathalie küsst


Nathalie küsst - David Foenkinos - Verlag C. H. Beck - 239 Seiten - ISBN: 9783406621628 - Preis 16.95 €

Als der unscheinbare Markus Nathalies Büro betritt, packt sie ihn unvermittelt und küsst ihn. Markus geht aufs Ganze, eine Liebesgeschichte beginnt.

"Nathalie und François sind ein Paar wie aus dem Märchenbuch, mit Feingefühl und Geschmack. Doch eines Tages kommt François nicht vom Joggen zurück, eine Blumenhändlerin überfährt ihn. Die schöne Nathalie muss fortan allein durchs Leben gehen, sich der Neugier der Kollegen und der Avancen ihres Chefs Charles in der schwedischen Firma, in der sie als leitende Angestellte arbeitsbesessen über der Akte 114 brütet, erwehren. Als der unscheinbare Quotenschwede Markus ihr Büro betritt, packt sie ihn unvermittelt und küsst ihn. Markus, konsterniert, geht aufs Ganze, eine Liebesgeschichte beginnt, wie sie purer, zärtlicher und empfindsamer nicht sein kann. Während in der Firma die Gerüchteküche brodelt und Charles zu brutalen Maßnahmen greift, begeben sich Nathalie und Markus auf die Flucht in den Garten der Großmutter, zurück zu den Ursprüngen von Kindheit und der gemeinsamen Lieblingssüßigkeit PEZ – und lassen sich von der Liebe überraschen."

Der Autor: David Foenkinos, 1974 geboren, Schriftsteller und Drehbuchautor, studierte Literaturwissenschaften an der Sorbonne und Jazz am CIM. „Nathalie küsst“ ist sein achter Roman, der ihn in Frankreich zu einem sensationellen Erfolg führte. Seine Bücher sind weltweit in mehr als 15 Sprachen übersetzt. „Nathalie küsst“ wird soeben von Foenkinos’ Bruder Stephane Foenkinos mit Audrey Tautou in der Rolle der Nathalie verfilmt.

Der erste Satz: Nathalie war von recht diskreter Natur (die Schweizer Art der Weiblichkeit).

Bisher verlief Nathalies Leben nach Plan und absolut perfekt. Sie heiratete François, ist glücklich, hat einen erfüllten Job und ein perfektes Privatleben. Bis François beim Joggen überfahren wird...
Nathalies Leben bricht zusammen, alles macht für sie keinen Sinn mehr, sie stürzt sich in die Arbeit. Drei Jahre lebt Nathalie nur für ihre Arbeit und aus den Erinnerungen an François, begleitet von der Angst, dass ein Mann, den sie kennen lernen könnte, vielleicht auch in sieben Jahren stirbt.

Als sie Markus küsst, der in einem Moment ihrer Träumereien in ihr Büro kommt, erklärt sie ihm diesen Kuss als grundlosen, unmotivierten Akt. Doch dieser Augenblick verändert alles, er ist ein Beginn eines neuen Lebens, den Nathalie in diesem Moment noch nicht sieht. Markus jedoch verliebt sich sofort in Nathalie.

Die wunderschöne Nathalie und der unscheinbare Schwede, eine für alle unvorstellbare Beziehung. Doch sind Äußerlichkeiten nicht die Werte, die die Liebe ausmachen. Wahre Liebe versetzt Berge, ist Leichtigkeit... Ein sehr emotionales, jedoch nicht "kitschiges" Buch. Der Leser begleitet Nathalie in ihrer Gefühlswelt, in der sie sich einerseits nach aufrichtiger Liebe und Partnerschaft sehnt, dies jedoch andererseits ablehnt - um sich vor weiterem Schmerz zu schützen? Ehrliche Empfindungen, die den Leser berühren, poetische Gedanken, die ergreifen. Doch gerade die poetische Schreibweise macht es vor allem am Anfang des Buches schwer, sich von den Worten ergriffen zu fühlen, da die Trauerphase doch ziemlich langatmig ist. In diesen Stil musste ich mich erst "reinlesen".



Dienstag, 1. November 2011

Das schönste Wort der Welt


Das schönste Wort der Welt * Margaret Mazzantini * Dumont-Verlag * 800 Seiten * ISBN: 9783832195366 * Preis 22,99 €

Die große, bedingungslose Liebe – und ein Schicksalsschlag, der alles verändert

Eines Morgens lässt die Mittfünfzigerin Gemma ihr Leben in Rom hinter sich und fliegt mit ihrem Sohn Pietro nach Sarajevo. Die Stadt ist schwer gezeichnet von vier schrecklichen Kriegsjahren. Sie werden erwartet von Gojko, der Gemma während der Olympischen Winterspiele 1984 mit der Liebe ihres Lebens bekannt gemacht hat: mit Diego, dem wilden Fotografen aus Genua. Er lebt nicht mehr, doch ein paar seiner Arbeiten werden jetzt zur Erinnerung an den Bosnienkrieg ausgestellt.
Gemma wird von der Vergangenheit eingeholt. Die süße, unschuldige Zeit vor dem Krieg: zwei furchtlose junge Menschen und ihre leidenschaftliche, bedingungslose Liebe in einer unversehrten Stadt. Auf immer ist diese Liebe untrennbar an Sarajevo gebunden. Dort kam 1992, während die ersten Bomben fielen, der von Gemma so heiß ersehnte und erkämpfte gemeinsame Sohn zur Welt. Und das, obwohl sie doch unfruchtbar war …
Wie der Krieg und diese Geburt schicksalhaft verknüpft sind, wie Liebende sich finden und zueinanderhalten und wie zuletzt Güte, Hoffnung und Gerechtigkeit siegen, davon erzählt Margaret Mazzantini so mitreißend, wie man es selten gelesen hat.

Die Autorin: Margaret Mazzantini, 1961 in Dublin geboren als Tochter eines italienischen Vaters und einer irischen Mutter. Ihre Karriere begann sie als Theaterschauspielerin. Ihre Romane ›Die Zinkwanne‹ und ›Geh nicht fort‹ (DuMont Taschenbuch 2010) wurden zu internationalen Bestsellern. Allein ›Geh nicht fort‹ wurde in Italien über 1,5 Millionen Mal verkauft, in 32 Sprachen übersetzt und 2004 mit Penélope Cruz verfilmt. ›Das schönste Wort der Welt‹ wurde ausgezeichnet mit dem Premio Campiello 2009. Margaret Mazzantini ist mit dem Schauspieler und Regisseur Sergio Castellitto verheiratet. Sie haben vier Kinder und leben in Rom.

Der erste Satz: Die Reise der Hoffnung... Restwörter unter den vielen auf dem Grund des Tages.

Der Titel des Buches verspricht viel Emotionalität und Vergangenheitsaufarbeitung.

Ein Anruf aus Sarajevo lässt Gemma mit ihrem Sohn Pietro in ihre Vergangenheit zurück reisen, Erinnerungen aufleben zu lassen, Momente wieder zu erleben, die sie mit Diego, Pietros Vater, der inzwischen verstorben ist, zu durchleben und den Leser mit auf diese Reise zu nehmen. Gemeinsam mit Gojko, einem Freund von damals, betritt sie die Spuren von damals.

Damals, das war, als sie in Sarajevo Diego kennen- und lieben lernte, da sie kurz vor ihrer Hochzeit steht, kehrt sie zurück nach Italien. Diego, ein Fotograf, gibt sie jedoch nicht auf und reist ihr hinterher, Gemma trennt sich von ihrem Mann und beginnt ein neues, völlig anderes Leben mit Diego. Wie eine jede Beziehung, verändern die Umstände die Beiden und doch führen sie eine besondere Beziehung.

Es dauert einige Seiten, um zu verstehen, der Wechsel der Zeiten von der Gegenwart zu den verschiedenen Stationen der Vergangenheit ist nicht immer klar ersichtlich, teilweise verwirrend. Anfangs erscheint die Hauptprotagonistin kühl und die Beschreibung ihrer Gefühlslage und Situationen eher distanziert. Manchmal etwas langatmig und nüchtern betrachtet, dann wieder voller Emotionen und Wärme blickt Gemma auf ihr Leben zurück. Das Blatt wendet sich jedoch im Laufe, als man die Hintergründe für Gemmas Verhalten erkennt und intensiver in ihre Gefühlswelt eintaucht.

Die Ereignisse des Krieges hinterlassen auch ihre Spuren bei den Menschen wie auch im Land, was sehr realistisch und für den Leser nachvollziehbar beschrieben ist. Ein Leben mit Höhen und Tiefen, M. Mazzantini gelingt es, den Leser zu fesseln und mitzureißen mit Tiefsinn, sehr ins Detail gehend.


Samstag, 11. Juni 2011

Blogg Dein Buch


Heute habe ich einen Tip für Leseratten:

Wer gerne Bücher liest und seinem Blog Rezensionen postet, für den könnte Blogg Dein Buch sehr interessant sein. Hier kann man in der Galerie aus einer Auswahl von Büchern eins auswählen und sich bewerben. Mit Glück erhält man dieses Buch und hat ab dem Zeitpunkt der Zusage 30 Tage Zeit, um das Buch zu lesen und zu rezensieren.

Voraussetzung ist ein aktiver Blog, der seit mehr als drei Monaten besteht und in dem mindestens einmal wöchentlich ein Beitrag erscheint. Hier könnt ihr mehr dazu erfahren und euch anmelden.

Ich habe heute die Zusage für mein erstes Buch erhalten und bin schon ganz gespannt.